Wenn Eltern trauern

Alina Schmitz, Lisa Jessee und Kolleg:innen untersuchten, wie sich Kontaktfrequenz, praktische Hilfe und räumliche Nähe auf depressive Symptome bei verwitweten Frauen und Männern auswirken.
Die wichtigsten Erkenntnisse:
Wöchentlicher Kontakt (Telefonate, Besuche) erwies sich als effektiver Schutzfaktor für die psychische Gesundheit.
Praktische Hilfe (z.B. Hilfe im Haushalt) war mit stärkeren depressiven Symptomen assoziiert. Das deutet darauf hin, dass Hilfe, die die Selbstständigkeit einschränkt, manchmal belastend sein kann.
In der Nähe zu wohnen (innerhalb von 25 km) wirkte sich positiver aus, als direkt im selben Haushalt zu leben.
Keine Geschlechterunterschiede: Väter und Mütter profitieren gleichermaßen von Unterstützung durch ihre erwachsenen Kinder.
Quelle: Jessee et al. (2025). Journal of Research on Aging. DOI: 10.1177/01640275251404880

