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Fakultät Sozialwissenschaften

Aufnahme von Dr. Alina Schmitz in das Stipendienprogramm für Postdoktorand:innen und Junior-Professor:innen der Daimler und Benz-Stiftung

Portrait Alina Schmitz © Alina Schmitz

Wir gratulieren Dr. Alina Schmitz herzlich zu diesem tollen Erfolg!

Zur Unter­stützung ihres Habilitationsprojekts „Bildungsaufstieg in Familien: Folgen für Lebensverläufe, Familienbeziehungen und das subjektive Wohlbefinden“ wurde Dr. Alina Schmitz  in das Stipendienprogramm für Postdoktorand:innen und Juniorprofessor:innen der Daimler und Benz-Stiftung aufgenommen.

Die Fördergelder in Höhe von 40.000 Euro werden unter anderem für einen Forschungsaufenthalt in den USA eingesetzt.

Das Projekt: „Bildungsaufstieg in Familien: Folgen für Lebensverläufe, Familienbeziehungen und das subjektive Wohlbefinden“

Immer mehr Menschen erreichen einen höheren Bildungsabschluss als ihre eigenen Eltern, darunter vor allem Frauen und Personen mit Migrationshintergrund. Anders als die große Mehrheit bisheriger Studien untersucht das Projekt nicht auf den Einfluss der Familie auf die Chancen zum Bildungsaufstieg, sondern umgekehrt den Einfluss von Bildungsaufstieg auf die Familienmitglieder, konkret: auf ihre Lebenslage, das familiäre Miteinander und damit einhergehend das subjektive Wohlbefinden.

Die meisten bisherigen Studien konzentrieren sich auf die Aufsteiger:innen, d.h. Personen, die einen höheren Bildungsabschluss als ihre Eltern erreichen. Sie zeigen, dass Bildungsaufstieg viele positive Aspekte mit sich bringt, wie bessere Karrieremöglichkeiten, ein höheres Einkommen und soziales Ansehen. Allerdings legen erste qualitative Studien nahe, dass es auch Herausforderungen gibt. So berichten Bildungsaufsteiger:innen von Identitätskrisen, einer Entfremdung von ihrem Herkunftsmilieu und sogar dem Auseinanderbrechen familiärer Beziehungen. Aufgrund mangelnder quantitativen Studien bleibt allerdings unklar, ob es sich um Einzelfälle oder vielmehr ein weit verbreitetes Phänomen handelt.

Noch weniger ist über die Eltern Aufsteiger:innen bekannt, d.h. ältere Personen mit einem niedrigen Bildungsabschluss. Sie könnten einerseits von finanzieller oder alltäglicher Unter­stützung durch ihre Kinder profitieren. Allerdings sind auch gegenteilige Wirkungen möglich, sollten Entfremdungsprozesse überwiegen.

An der Schnittstelle von Familien-, Ungleichheits- und Gesundheitssoziologie, beantwortet das Projekt die folgenden Fragestellungen:

  • Führt Bildungsaufstieg dazu, dass die Familienmitglieder in „unterschiedlichen Welten“ leben und sich voneinander entfremden, oder ist der familiäre Zusammenhalt weiterhin stark?
  • Können nicht nur die Aufsteiger*innen vom Bildungsaufstieg und den damit verbundenen Ressourcen profitieren, sondern auch ihre Eltern?
  • Gibt es auch Aspekte des Bildungsaufstiegs, die als belastend empfunden werden?
  • Inwiefern wirken sich diese Faktoren auf das subjektive Wohlbefinden aus? Gibt es in den Zusammenhängen Ungleichheiten in Abhängigkeit von Geschlecht und Migrationshintergrund?